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Der Morbus Behçet ist vornehmlich eine
Erkrankung des jungen Erwachsenen, allerdings können auch Kinder und
seltener ältere Menschen jenseits des 65. Lebensjahres erkranken. Männer
sind in den meisten Ländern häufiger (und oft auch mit schwereren
Organbeteiligungen) betroffen, als Frauen. Ein familiär gehäuftes
Auftreten der Erkrankung kann vorkommen, ist jedoch eher selten.
Die Erkrankung ist nach demjenigen benannt, der sie zuerst beschrieben hat: Prof. Hulusi Behçet, einem türkischen Dermatologen (Hautarzt) (Abbildung 2), der erstmals die Kombination aus Augenentzündung, Hautveränderungen und oralen Aphthen (Blässchen/Geschwüre im Mund) als eigenständiges Krankheitsbild auffasste und 1937 in der Deutschen Dermatologischen Wochenschrift beschrieb (3). Allerdings wurde, zumindest in Teilen und ohne als eigenständige Krankheit aufgefasst zu werden, das Krankheitsbild schon bereits viel früher in der Literatur beschrieben. Die erste Beschreibung der Krankheitssymptome findet sich wahrscheinlich bereits bei Hippokrates von Kos (460-377 vor Christus). Viele griechische Ärzte bezeichnen die Erkrankung mit dem äußerst langen Namen „Morbus Adamantiades-Behçet“, da (unter vielen anderen) der griechische Ophthalmologe (Augenarzt) Benediktos Adamantiades Symptome der Erkrankung (im Jahre 1930) beschrieb (Abb. 2) (4). Die verschiedenen Ärzte, die im Laufe der Zeit die Symptome eines M. Behçet beschrieben, ohne sie als eigenständiges Krankheitsbild aufzufassen, sind in den Arbeiten von Dilsen 1996 (5) und später von Zouboulis und Keitel (2002) (6) sehr gut zusammengefasst (Tabelle 1).
Da beim M. Behçet eine generalisierte (systemische) Gefäßentzündung vorliegt, können prinzipiell alle (mit Gefäßen versorgte) Organsysteme des Körpers betroffen werden. Allerdings lassen sich häufige von weniger häufigen Organbeteiligungen unterscheiden. Hauptmerkmal der Erkrankung ist die Bildung von Geschwüren im Mund (=orale Aphthen, ABB), an der praktisch alle Patienten leiden. Das sind häufig wiederkehrende, schmerzhafte offene Stellen im Mund, z.B. auf der Innenseite der Lippen und Wangen, aber auch auf und unter der Zunge und im Rachen. Das ungewöhnliche ist, dass diese offenen Stellen, die auch im Rahmen von Infekten oder Allergien bei sonst gesunden Menschen auftreten können, extrem langsam abheilen und relativ groß werden (bis 1 cm und größer), und zum Teil so tief sind, dass sie Narben hinterlassen (Abb. 3).
Das dritthäufigste Symptom sind Hautveränderungen, die äußerst unterschiedlich aussehen können. Dabei am häufigsten sind die sogenannten „Papulopusteln“, akne-ähnliche Veränderungen, die aber an für Akne untypischen Stellen (also ausserhalb von Gesicht, Brust und Rücken) und in einem für Akne untypischen Alter (außerhalb der Pubertät) auftreten. Der Inhalt dieser eitrig aussehenden Pusteln ist steril (er enthält keine krankheitserregenden Keime). Oft bilden sich derartige Papulopusteln nach mechanischen Reizen (das nennt man dann „Pathergie-Phänomen“, das ist bei ca. 30% aller Patienten positiv und wird oft gezielt mit einem Nadelstich in die Unterarm-Innenseite überprüft). Ausserdem kommt relativ häufig ein sogenanntes Erythema nodosum vor, hierbei handelt es sich um gerötete, verhärtete, überwärmte Hautareale, die äußerst druckschmerzhaft sind. Das Erythema nodosum beim M. Behçet tritt zumeist an den unteren Extremitäten (Beine) auf und ist meist multipel (das heisst, es treten viele Herde gleichzeitig auf) (Abb. 5). Es kommen, wenn auch seltener, beim M. Behçet allerdings auch vaskulitische Ulzerationen (Geschwüre), die man dann „leukozytoklastische Vaskulitis“ nennt, ebenfalls vor allem an den Beinen vor (ABB). Auch andere, unspezifischere Hauterscheinungen sind beschrieben. In jedem Fall sollte dann eine Hautbiopsie (Entnahme einer kleinen Hautprobe zur mikroskopischen Untersuchung) entnommen werden, dort findet sich dann die erwähnte „leukozytoklastische Vaskulitis“.
Relativ häufig (ca. 70% aller Patienten) ist auch eine Gelenkbeteiligung in Form einer Oligoarthritis (Oligo heisst, es sind maximal 5 Gelenke betroffen), die meist die Füße oder Knie betrifft und im Röntgenbild keine Veränderungen hinterlässt (nicht-erosiv). Ebenfalls häufig ist die Augenbeteiligung (bis zu 70% aller Patienten), die durchschnittlich 5 Jahre nach den ersten Symptomen (das sind meist die oralen Aphthen) auftritt. Eine genaue Beschreibung der Augenbeteiligung finden Sie auf der Homepage der Universitäts-Augenklinik, mit der wir im Rahmen des Interdisziplinären Schwerpunktes Rheumatologie und Autoimmunerkrankungen (INDIRA) eng zusammen arbeiten (Abb. 6).Universitäts-Augenklinik Tübingen
Schließlich gibt es Gefäßbeteiligungen in Form von Thrombophlebitiden, das sind oberflächliche Venenentzündungen, die sich als druckschmerzhafter, tastbarer Strang äußern, Thrombosen (auch Lungenembolien) und arteriellen Gefäßverschlüssen sowie Aneurysmen. Ein Aneurysma ist eine Gefäßaussackung, die sich aufgrund der Entzündung und daraus folgenden Schädigung der Gefäßwand ausbildet (Abb. 7). Aneurysmen kommen bevorzugt an Beingefäßen oder Lungengefäßen vor. Das größte Problem ist hierbei die Blutung, wenn das Aneurysma, das eine sehr schwache Wand hat, reißt („Ruptur“).
Weitere, seltenere Symptome des Morbus Behçet sind: eine gastrointestinale Beteiligung mit aphthösen Ulzerationen ähnlich wie bei M. Crohn; eine neurologische Beteiligung vor allem mit Zeichen einer (sterilen) Hirnhautentzündung (Meningitis) und verschiedenen durch arterielle und venöse Gefäßverschlüsse bedingten Durchblutungsstörungen mit den Symptomen eines Schlaganfalls; Nebenhodenentzündungen (Epididymitis); und extrem selten Herzbeteiligung (Herzinfarkte) und Nierenbeteiligung (Nierenentzündung = Glomerulonephritis). Diese Symptome treten bei maximal 10 % der Patienten meist im späteren Verlauf der Erkrankung auf.
Was kommt bei der Untersuchung auf Sie als Patient zu? Im allgemeinen werden neben einer gründlichen Anamnese (Befragung), um alle Symptome der Erkrankung, Komplikationen und Begleiterkrankungen zu erfassen, eine gründliche körperliche Untersuchung und eine Vorstellung in der Haut- und Augenklinik, ggf. (bei entsprechenden Symptomen) auch in der Neurologischen Klinik veranlasst. Dies gelingt im allgemeinen an einem Tag. In Zukunft wird es im Rahmen des Interdisziplinären Schwerpunktes möglich sein, diese Untersuchungen auf einen Ort zu konzentrieren.
Zusätzlich erfolgt, wenn Sie noch keine Behandlung für den M. Behçet
erhalten, ein Pathergietest. Dieser läuft folgender Maßen ab: (Abb. 9a und
b) Es wird mit einer gelben (20 G) Kanüle an der Innenseite des Unterarms
eingestochen, einmal mit und einmal ohne Injektion von 1ml Kochsalz in die
Haut. Nach 48 Stunden wird das Ergebnis abgelesen: bildet sich eine
Papulopustel, ist der Test positiv, wenn nicht, ist er negativ.
Wie sieht die Therapie
der Erkrankung aus?
Die Diagnose des M. Behçet wird nach den Dilsen oder Mason und Barnes Kriterien, besser noch nach dem Klassifikationsbaum nach Davachi gestellt:
Kritikpunkt: Patienten mit oralen Aphthen müssen nach diesem Schema genitale Aphthen oder ein positives Pathergie-Phänomen haben, welches in unseren Breiten sehr selten ist, um die Diagnose eines M. Behçet gestellt zu bekommen, selbst wenn sie typische Hauteffloreszenzen haben. Dieser Baum muss sicher den westeuropäischen Gegebenheiten besser angepasst werden.
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Tabelle 2: verschiedene Diagnosekriterien Die Kriterien der Internationalen Studiengruppe dienen der Klassifikation, nicht der Diagnose der Erkrankung und sollen die Vergleichbarkeit der Patienten in Studien verbessern (Tabelle 3).
Tabelle 3:
ISG Kriterien Welche Studien laufen zur Zeit zum Thema Morbus Behçet in Tübingen? Wir führen zum einen immunologische Untersuchungen zur Pathogenese und den Auswirkungen verschiedener Therapien auf das Immunsystem durch (Defensine, Lymphozyten-Subpopulationen, Zyto- und Chemokine). Ausserdem werden Untersuchungen zu verschiedenen Zytokin- und Chemokin-Polymorphismen durchgeführt. In Kooperation mit der Sektion für Immunhämatologie werden funktionelle Untersuchungen zur HLA-Expression und Antigenpräsentation durchgeführt. Von Tübingen aus wird die nationale Multizenter-Studie INCYTOB geleitet (Interferon-alpha2a versus CSA bei okulärem M. Behçet). Die teilnehmenden Zentren inklusive der zuständigen Ansprechpartner, in denen jeweils Ophthalmologie und Innere Medizin/Rheumatologie miteinander kooperieren, finden Sie in der nachstehenden Liste bzw. auf der Übersichtskarte.
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| ZENTRUM 1 - Tübingen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prof. Manfred Zierhut |
University Hospital Tuebingen (UKT) Department of Ophthalmology I Schleichstraße 12 - 16, 72076 Tübingen Manfred.zierhut@med.uni-tuebingen.de nicole.stuebiger@med.uni-tuebingen.de Christoph.deuter@med.uni-tuebingen.de Department of Internal Medicine II Otfried-Müller-Straße 10, 72076 Tübingen Ina.koetter@med.uni-tuebingen.de Ilhan.guenaydin@med.uni-tuebingen.de Theodoros.Xenitidis@med.uni-tuebingen.de |
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| ZENTRUM 2 - Heidelberg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prof. Dr. H. E. Völcker Friederike Mackensen Prof. Martin Lorenz Dr. med. Regina Max (Ansprechpartnerin) |
University Hospital Heidelberg Department of Ophthalmology Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg h.e._voelcker@med.uni-heidelberg.de friederike.mackensen@uveitiszentrum.de
Department of Internal Medicine IV |
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| ZENTRUM 3 - Freiburg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Dr. Thomas Ness
Prof. Dr. Thomas Reinhard Prof. H.H. Peter Dr. med. Bettina Bannert |
University Hospital Freiburg Department of Ophthalmology Kilianstraße 5, 79106 Freiburg ness@aug.ukl.uni-freiburg.de reinhard@ukl.uni-freiburg.de Department of Internal Medicine/Clinical Immunology/Rheumatology Hugstetter Straße 55, 79106 Freiburg hans-hartmut.peter@uniklinik-freiburg.de bettina.bannert@uniklinik-freiburg.de |
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| ZENTRUM 4 - Essen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Essen
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| ZENTRUM 5 - Göttingen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prof. Dr. Dr. Jörgen
Petersen Dr. Wiebke Horn Prof. G.H. Müller Dr. S. Blaschke
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University Hospital Göttingen |
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| ZENTRUM 6 - Dresden | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Dresden
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| ZENTRUM 7a - Berlin | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prof. Uwe
Pleyer Prof. Dr. Christian Hartmann Prof. Gerd-Rüdiger Burmester Dr. med. E. Feist Dr. Jacqueline Detert |
University Hospital Berlin (Charite and Benjamin Franklin) |
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| ZENTRUM 7b - Berlin | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Campus Benjamin Franklin
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| ZENTRUM 8 - Erlangen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prof. Dr. Friedrich E.
Kruse PD Dr. med. Antonio Bargua Prof. Bernhard Manger Dr. med. Monika Ronneberger |
University Hospital Erlangen
Department of Internal Medicine/Clinical Imunology/Rheumatology
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| ZENTRUM 9 - Münster | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prof.
Dr. med. Arnd Heiligenhaus Dr. med. Martin Baumgärtel |
Augenabteilung am St. Franziskus-Hospital
Hohenzollernring 72, 48145 Münster Arnd.heiligenhaus@uveitis-zentrum.de carsten.heinz@uveitis-zentrum.de St. Franziskus Hospital, Innere Medizin I martin.baumgaertel@sfh-muenster.de |
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| ZENTRUM 10 - Hamburg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Hamburg / Eppendorf
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| ZENTRUM 11 - Frankfurt am Main | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Frankfurt am Main | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ZENTRUM 12 - Chemnitz | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Department of Ophtalmology Chemnitz Teilnahme beendet |
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| ZENTRUM 13 - Dessau | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Prof. Dr. C. Zouboulis
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Department of dermatology and immunology Hautklinik Städtisches Klinikum Dessau Auenweg 38, 06847 Dessau christos.zouboulis@klinikum-dessau.de andreas.altenburg@klinikum-dessau.de Department of ophtalmology Auenweg 38, 06847 Dessau Kitty.Thiemicke@klinikum-dessau.de (Sekretärin) hj.kuhn@klinikum-dessau.de augenklinik@klinikum-dessau.de |
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| ZENTRUM 15 - Düsseldorf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Düsseldorf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ZENTRUM 16 - Giessen / Marburg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Giessen / Marburg & Kerckhoff Klinik Bad Nauheim | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ZENTRUM 17 - Halle | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Halle | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ZENTRUM 20 - Kiel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Kiel
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| ZENTRUM 23 - Mainz | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital Mainz | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ZENTRUM 24 - München | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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University Hospital München
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| ZENTRUM 27 - Berlin | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Berlin Schlosspark-Klinik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Ein- und Ausschlusskriterien sowie die beiden Therapie-Arme gestalten sich folgender Maßen: |
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| Studientitel | INCYTOB : Interferon-α 2a versus cyclosporin A in der Behandlung des schweren okulären M. Behcet | |
| Studiendesign |
Multizentrisch, national,
kontrolliert, prospektiv, randomisiert, einfach verblindet, Phase III |
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| Geplante Patientenzahl | 60 bis 100 | |
| Studiendauer | Dauer der Studie: 24 Monate (inklusive Nachbeobachtung) | |
| Ziel der Studie: | Evaluation der Effektivität von IFN-α2a im Vergleich zu CSA als Standard bei schwerem okulärem M. Behcet | |
| Primäre Zielkriterien: | Krankheits-Aktivitäts-Scores: Uveitis Scoring System | |
| Sekundäre Zielkriterien: |
Laborwerte für
Entzündungsaktivität (BSG, CRP, Zytokine) |
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| Einschluss-Kriterien: |
International Study Group Kriterien für M.
Behcet erfüllt Alter > 18, < 75 years Aktive Erkrankung definiert als Positiver uveitis score (Zeichen der aktiven Uveitis) BD Activity score > 4 CRP > 2mg/dl oder BSG > 20 mm/h Frauen: effektive Kontrazeption oder Menopause |
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| Ausschlusskriterien: |
# Vorbehandlung mit IFN-α oder CSA # Akute oder chronische entzündlicher Gelenkerkrankung in der Vorgeschichte, Autoimmunerkrankungen wie Vaskulitiden, Kollagenose, seronegative Spondyloarthropathien, RA, Psoriasis-Arthritis, reaktive Arthritis, JIA, PAN, M. Wegener etc.. # Schwere psychische Erkrankung in der Vorgeschichte (z.B. Depression, Psychose) # Akutes Trauma # Hepatitis B/C – Seropositivität # Andere aktive medizinische Konditionen wie chronisch entzündliche Darmerkankungen, hämorrhagische Diathese, schwerer instabiler Diabetes, Nephritis (positives Urinsediment) # Nierenfunktionseinschränkung (Kreatinin > 1.5 mg/dl) # Hypertonie trotz adäquater Medikation # Aktive peptische Ulzera (ventrikuli/duodeni) # Interstitielle Lungenerkrankung # Organtransplantation # Herzinsuffizienz > NYHA III # Terminale Erkrankung # Aktive Lebererkrankung die nicht komplett ausgeheilt ist (definiert als Leberwerte (GPT/ALT zweifach über der Norm) # Gerinnungsstörungen # Kongenitale oder erworbene Immundefizienz, Malignom oder Lymphom in der Vorgeschichte # Erkrankung der Hämatopoiese # Leukozyten < 3.500/mm3, oder Thrombozyten < 100.000/mm3, oder Hb < 8,5 g/dl # Körpergewicht < 45 kg # Zusätzliche medizinische Problematik die nach Einschätzung des Prüfers die Fähigkeit des Patienten einschränken, die Medikation zu tolerieren, metabolisieren oder eliminieren. # Kürzlicher, signifikanter Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte. Fehlende Bereitschaft, den Alkoholkonsum während der Studienteilnahme auf ein Minimum zu reduzieren. # Geistiger Zustand, der zur Unfähigkeit des Patienten führt, Sinn und Zweck sowie Konsequenzen der Studienteilnahme zu verstehen, unkooperatives Verhalten. # Schwangere und stillende Frauen |
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| Studienmedikation |
Interferon-α2a (Roferon-A®),
subkutane Applikation |
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| Standard Behandlung |
Cyclosporin A (Sandimmun optoral®), orale Applikation |
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An wen können Sie sich wenden, wenn Sie einen M. Behçet bei Ihrem Patienten/Ihrer Patientin vermuten: In Tübingen sind die Ansprechpartner: Innere Medizin/Rheumatologie:
Frau Prof. Dr. med. Ina Kötter
Herr Doz.
Dr. med.
Ilhan Günaydin
Herr Dr. med. Christoph
Deuter
Herr Prof. Dr. med. Manfred
Zierhut
Wir stehen Ihnen gerne (am besten per Fax oder e-mail) bei Fragen zur Verfügung. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Patienten mit vermutlichem M. Behçet melden oder auch vorstellen, da wir versuchen wollen, die epidemiologische Datenlage über die Häufigkeit der Erkrankung bei deutschstämmigen Menschen zu verbessern, und das gelingt nur, wenn uns möglichst alle Patienten (zumindest aus unserem Einzugsgebiet) gemeldet werden.
Diana Bartosz
Leben mit Behcet - Sachsen LINKS Prof. Dr. med. Zouboulis (Charité Berlin) (wir haben nur die Links angegeben, die wir für sachlich richtig und wichtig halten und raten dringend davon ab, über Suchmaschinen andere Websites aufzusuchen, da diese schwere Fehler enthalten können, die nur irre führen und nicht hilfreich sind)
Urheber dieser Website: ......................... LITERATUR 1. Kotter I, Vonthein R, Gunaydin I, et al. Behcet's disease in patients of German and Turkish origin--a comparative study. Adv Exp Med Biol 2003; 528:53-8. 2. Kotter I, Gunaydin I, Stubiger N, et al. Comparative analysis of the association of HLA-B*51 suballeles with Behcet's disease in patients of German and Turkish origin. Tissue Antigens 2001; 58:166-70. 3. Behcet H. Über rezidivierende, aphthöse, durch ein Virus verursachte Geschwüre im Mund, am Auge und an den Genitalien. Dermatol. Wschr. 1937; 105:1152-1157. 4. Adamantiades B. A case of relapsing iritis with hypopion (in Greek). Archia Iatrikis Etairas (Proceedings of hte Medical Society of Athens) 1930:586-539. 5. Dilsen N. History and development of Behcet's disease. Rev Rhum Engl Ed 1996; 63:512-9. 6. Zouboulis CC, Keitel W. A historical review of early descriptions of Adamantiades-Behet`s disease. J Invest Dermatol 2002; 1:201-205. 7. Kotter I, Zierhut M, Eckstein A, et al. Human recombinant interferon-lpha2a for the treatment of Behcet`s disease with sight threatening posterior or panuveitis. Br J Ophthalmol 2003; 87:423-431. 8. Kotter I, Vonthein R, Zierhut M, et al. Differential efficacy of human recombinant interferon-alpha2a on ocular and extraocular manifestations of Behcet disease: results of an open 4-center trial. Semin Arthritis Rheum 2004; 33:311-9. 9. Kotter I, Gunaydin I, Zierhut M, Stubiger N. The use of interferon alpha in Behcet disease: review of the literature. Semin Arthritis Rheum 2004; 33:320-35. 10. Deuter CM, Kotter I, Gunaydin I, Zierhut M, Stubiger N. [Ocular involvement in Behcet's disease: first 5-year-results for visual development after treatment with interferon alfa-2a]. Ophthalmologe 2004; 101:129-34. 11. Dilsen N, Konice M, Aral O. Our diagnostic criteria of Behcet`s Disease - an overview, Recent advances in Behcet`s Disease, London, 1985. Royal Society of Medicine Services. 12. Mason RM, Barnes CG. Behcet's syndrome with arthritis. Ann Rheum Dis 1969; 28:95-103. 13. O`Duffy JD. Critères proposés pour le diagnostic de la maladie de Behcet. Rev Med 1974; 36:2371-2379. 14. Mizushima Y. [Revised diagnostic criteria for Behcet's disease in 1987]. Ryumachi 1988; 28:66-70. 15. Criteria for diagnosis of Behcet's disease. International Study Group for Behcet's Disease. Lancet 1990; 335:1078-80. 16. Kotter I, Durk H, Saal J, Fierlbeck G, Pleyer U, Ziehut M. Therapy of Behcet's disease. Ger J Ophthalmol 1996; 5:92-7. 17. Kotter I, Eckstein AK, Stubiger N, Zierhut M. Treatment of ocular symptoms of Behcet's disease with interferon alpha 2a: a pilot study. Br J Ophthalmol 1998; 82:488-94. 18. Kotter I, Vonthein R, Muller CA, Gunaydin I, Zierhut M, Stubiger N. Behcet's disease in patients of German and Turkish origin living in Germany: a comparative analysis. J Rheumatol 2004; 31:133-9. 19. Treusch M, Stubiger N, Vonthein R, et al. Influence of interferon-alpha on lymphocyte subpopulations in Behcet's disease. Adv Exp Med Biol 2003; 528:533-5. 20. Zierhut M, Saal J, Pleyer U, Kotter I, Durk H, Fierlbeck G. Behcet's disease: epidemiology and eye manifestations in German and Mediterranian patients. Ger J Ophthalmol 1995; 4:246-51. 21. Zouboulis CC, Kotter I, Djawari D, et al. Epidemiological features of Adamantiades-Behcet's disease in Germany and in Europe. Yonsei Med J 1997; 38:411-22. 22. Zouboulis Ch C, Kotter I, Djawari D, et al. Current epidemiological data from the German Registry of Adamantiades-Behcet's disease. Adv Exp Med Biol 2003; 528:43-8.
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